Interoperabilität im Gesundheitswesen: zielorientierter Dialog beim DIT

14. November 2019 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Veranstaltungen

Quelle: mt-medizintechnik.de – Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum vierten Deutschen Interoperabilitätstag in Berlin zusammen. Interoperabilität ist die entscheidende Stellschraube für eine vernetzte, digitale Gesundheitsversorgung. Welche Entwicklungen  noch notwendig sind und was bereits funktioniert, diskutierten Gäste aus Politik, Selbstverwaltung und Wirtschaft.

Im Januar 2021 soll die elektronische Patientenakte (ePA) starten. So legen diverse Gesetze und Entwürfe künftige Anforderungen und Regelungen für den interoperablen Austausch fest. Dr. Hans Unterhuber von der Siemens Betriebskrankenkasse betonte, dass es wichtig sei, eine Einigung bei der Entwicklung zu finden. Aktuell seien noch Fragen offen. Daher begrüße die SBK die neue Dynamik in der Gesetzeslage, die durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorangetrieben werde. „Allerdings muss die gematik die Bedürfnisse der Nutzer, also der Leistungserbringer und Patienten, berücksichtigen. Aus Kassensicht sollten die Mitwirkungsmöglichkeiten der Versicherten durch eine gut strukturierte Akte und gut funktionierende Interoperabilität gestärkt werden“, stellte Dr. Unterhuber klar.

Eine Diskussionsrunde fokussierte auf nötige Ansatzpunkte für eine umfassende Interoperabilität zugunsten der Digitalisierung. Ein hoch relevantes Thema stellt dabei die Nutzung internationaler Standards und Profile dar. Das derzeitige System aus nicht standardisierten Datenformaten müsse einem gesetzlich festgelegten Rahmen weichen, damit innovative Lösungen zügig und über Landesgrenzen hinaus verbreitet und genutzt werden können. So wünschte sich Moderator Alexander Ihls, Spitzenverband IT-Standards im Gesundheitswesen e. V., IHE International, das Thema Ehealth als staatliche Aufgabe, denn ein digitales GEsundheitswesen sei nur durch internationale Standards und Profile möglich. Diese Aussage bestärkte auch Teilnehmer Thomas Gallmann: Die Grundlage aller effektiven Prozesse seien standardisierte, valide und digitalisierte Daten, die interoperabel ausgetauscht weren können.

Steffen Hennecke von der gematik präsentierte das neue Selbstverständnis und Selbstbewusstsein der gematik: Künftig will die gematik Koordinationsinstanz für Interoperabilität im Gesundheitswesen und somit erste Anlaufstelle für neue Anwendungen werden – unterstützt durch ein transparentes Wissensportal. Die entsprechende Verbindlichkeit soll durch einen E-Health-Rat geschaffen werden. Damit greift die gematik auf eine Idee zurück, die schon die Interoperabilitätsstudie aufgeworfen hatte. Mitglieder und Aufgaben des neuen Gremiums werden nicht hinter verschlossenen Türen benannt. Im Gegenteil: alle Interessierten aus Politik, Wissenschaft und Industrie sind eingeladen, an einem Stakeholder-Workshop am 10. Dezember 2019 teilzunehmen, um gemeinsam Rollen und Prozesse für den E-Health-Rat zu erarbeiten.

Ein Themenblock zeigte auf, wo interoperable Systeme bereits effektiv die Praxis unterstützen und die Patientenversorgung optimieren. Als Beispiele wurden dabei der Umgang mit Labordaten, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), der Entlassbrief der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, die Schnittstellen der Vivantes-ePA sowie das Herzinsuffizienz-Monitoring beleuchtet.

In der letzten Session diskutierten Dr. Gertrud Demmler (SBK), Dr. Thomas Kriedel (Kassenärztliche Bundesvereinigung) und Dr. Ralf Brandner (bvitg) unter der Moderation von Sebastian Zilch (bvitg) zum Motto „Beyond ePA“. Dass zu Januar 2021 ePA-Lösungen für die gesetzlich Versicherten vorliegen werden, sei relativ sicher, so war man sich einig. Ob diese einen ausreichenden Nutzen für die Patienten und Ärzte bieten werde, bliebe allerdings abzuwarten. Dr. Demmler betonte: Wenn es vernünftige Standards gibt, sind die Apps und Anwendungen dahinter völlig egal, wichtig ist die funktionierende Vernetzung!

Zum Abschluss rundete Dr. med. Markus Leyck Dieken, Geschäftsführer der gematik, mit einer Keynote im Abendprogramm den Interoperabilitätstag ab.

Lesen Sie hier den Originalbeitrag.


Hier finden Sie den offiziellen Rückblick zum 4. DIT.

Elektronische Fallakte in NRW-Modellregionen startklar: Verbesserte Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen

14. November 2019 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Projekt-News

Quelle: Digital Healthcare NRW e. V. – „Unsere im Projekt I/E-Health NRW entwickelte Elektronische Fallakte (EFA) ist startklar und wir können in den Modellregionen erste Erfahrungen in der praktischen Anwendung sammeln. Die technische Infrastruktur steht und die Arbeitsplätze in den Kliniken und Praxen unserer Projektpartner sind eingerichtet. In diesen Tagen werden erste Daten und Dokumente vom St. Franziskus-Hospital Münster und dem Klinikum Dortmund mit lokalen Arztpraxen über die EFA ausgetauscht. Die Feldtests in Borken/Ahaus und Düren/Aachen folgen noch im Laufe des Novembers“, freut sich Burkhard Fischer, Vorsitzender des Vereins Digital Healthcare NRW und Referatsleiter IT bei der Krankenhausgesellschaft NRW, über den Praxisstart zeitgleich zur Projektpräsentation auf dem NRW-Landesgemeinschaftsstand in Halle 13 der Messe MEDICA in Düsseldorf. In dem vom Land NRW und durch EU-Mittel geförderten Projekt I/E-Health NRW wurde die Elektronische Fallakte (EFA) in den letzten Jahren in einem großen Netzwerk von Partnern aus Selbstverwaltung, Wissenschaft und Industrie gemeinsam geplant und entwickelt.

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Diskussion: Wie sicher ist der Anschluss an die Telematik­infrastruktur?

14. November 2019 | Kategorien: Allgemein

Quelle: aerzteblatt.de – Die Diskussion um die IT-Sicherheit beim Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) ist erneut entfacht. Der Grund: Der Konnektor bei über 90 Prozent der niedergelassenen Arztpraxen soll unzureichend gegen Hackerangriffe geschützt sein, wie NDR und Süddeutsche Zeitung in einem Bericht bekanntgaben. Grundlage für den Bericht ist ein den Redaktionen vorliegendes internes Papier der gematik.

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Neue Telemedizin-Plattform von Dermatologen gestartet

14. November 2019 | Kategorien: Allgemein

Quelle: aerzteblatt.de – Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) hat eine Telemedizinplattform für Patienten gestartet. Das Portal onlinedoctor.de bietet gegen eine Gebühr von 39 Euro eine erste Einschätzung und Handlungsempfehlung innerhalb von 48 Stunden durch einen in Deutschland zugelassenen Hautarzt, welcher vom Patienten auf der Plattform frei gewählt werden kann.

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I/EHealth.NRW ist EFRE-Projekt des Monats

13. November 2019 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Projekt-News

Quelle: efre.nrw.de – Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt auf seiner Webseite das Projekt I/E-Health.NRW als gutes Praxisbeispiel für den digitalen Informationsaustausch zwischen Ärzten, Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen vor. Ziel ist es, existierende Insellösungen zusammenzuführen und für den übergreifenden Austausch von elektronischen Daten mittels einer gemeinsamen IT-Infrastruktur und standardisierter Schnittstellen für eine interdisziplinäre Versorgung nutzbar zu machen.

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Tele-Diabetes-Coaching steigert Lebensqualität von Diabetes-Patienten

13. November 2019 | Kategorien: Allgemein, Projekt-News

Quelle: medmix.at – Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) begrüßt die Verabschiedung des Digitale Versorgung-Gesetzes (DVG) am 7. November, besonders im Hinblick auf die Versorgung von Diabetes-Patienten mit digitaler Unterstützung, fordert aber auch Qualitätskriterien für telemedizinische Versorgungskonzepte. Das Projekt TeLiPro unterstützt Diabetes-Patienten in ihrem Versorgungsalltag und sorgt für eine verbesserte Patientenbegleitung.

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Förderprojekt ELSA-PP verbessert Datenflüsse in der Palliativversorgung von Kindern

13. November 2019 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Projekt-News

Quelle: smart-Q

  • Bei ELSA-PP suchen drei Kooperationspartner nach Lösungen für eine
    sektorenübergreifende Kommunikation in der pädiatrischen Palliativversorgung.
  • Während der dreijährigen Laufzeit des Projekts entstehen eine elektronische Fallakte,
    eine wissenschaftliche Studie sowie ein Handbuch.
  • ELSA-PP wird durch das Land NRW und den Europäischen Fonds für regionale
    Entwicklung (EFRE) mit 1,36 Millionen Euro gefördert.

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MEDICA 2019: Landesgemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen präsentiert innovative eHealth-Projekte und -Unternehmen

12. November 2019 | Kategorien: Allgemein, Pressemitteilungen, Veranstaltungen

Bochum/Düsseldorf, 12. November 2019 – Vom 18. bis 21. November 2019 präsentieren sich innovative Projekte und Unternehmen auf der Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf (Halle 13, Stand D55/75) am „Landesgemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen – Gesundheitswirtschaft. Telematik. Telemedizin.“. Koordiniert wird die Messepräsenz unter anderem vom ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin.

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