KIM künftig Standard für elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen

18. Mai 2020 | Kategorien: Allgemein

Quelle: kbv.de – Ab 1. Januar 2021 wird der Dienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM) als einheitlicher und verpflichtender Standard für den elektronischen Versand und Empfang medizinischer Dokumente wie Arztbriefe und Befunde eingesetzt. So können Ärzte dann unmittelbar aus ihrem Praxisverwaltungssystem (PVS) Daten über die Telematikinfrastruktur datengeschützt versenden. Auch für Krankenhäuser, Apotheken und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens ist ein solcher Dienst vorgesehen.

„Die Praxen werden sich in den nächsten Monaten für einen Anbieter entscheiden müssen“, so KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) sieht vor, dass ab 2021 AU-Bescheinigungen von Patienten elektronisch an die Krankenkassen übermittelt werden. Ab Juli 2020 soll der Versand und der Empfang von eArztbriefen nur noch dann vergütet werden, wenn ein KIM-Dienst im Einsatz ist.

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kann einen KIM-Dienst nach der Spezifikation der gematik anbieten. „Der Gesetzgeber hat uns mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz erlaubt, parallel zur Industrie einen eigenen KIM-Dienst für die Vertragsärzte zu betreiben“, sagt Kriedel. „Damit können wir den Praxen ein passgenaues System zu fairen Konditionen anbieten.“ Der Dienst soll im Sommer bereitstehen.

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