Videosprechstunde und Co.: Telemedizin kann Gefahr für Infektionen senken

23. März 2020 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen

Quelle: aerzteblatt.de – Digitale Gesundheitsangebote und Telemedizin erfährt durch die derzeitige Coronaviruskrise eine verstärkte Nachfrage. Dies ist eine positive Entwicklung bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens, denn die digitale Versorgung bietet zahlreiche unterstützende Maßnahmen bei der Patientenbehandlung. Im April 2019 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Health Innovation Hub (hih) gegründet, weöcher das Ziel verfolgt, innovative Ideen und Lösungen für die digital unterstützte Gesundheitsversorgung zu suchen. In einem Interview spricht Prof. Dr. Jörg Debatin, Leiter des hih, über die Möglichkeiten der Telemedizin, speziell im Falle von Infektionserkrankungen.

„Wie gut, dass wir vor eineinhalb Jahren das Fernbehandlungsverbot abge­schafft haben. Ansonsten könnten zahlreiche richtig hilfreiche Angebote nicht genutzt werden. Dies gilt insbesondere für die digitale Arzt-Patienten-Kommu­nikation. Ärzte können sich auf Tele-Plattformen anmelden und sicher ihre Patientenkontakte darüber pflegen. Betreiber von Telemedizinplattformen berichten von Wachstumsraten in den vergangenen Tagen um über 1.000 Prozent. Erfreulicherweise sind viele Plattformen derzeit kostenfrei“, sagte Debatin zur aktuellen Lage.

Besonders jetzt können daher Patientinnen und Patienten sehr einfach von zuhause aus mit ihrem behandelnden Arzt digital kommunizieren. Dabei reduziere Telemedizin das Infektionsrisiko für den Einzelnen sowie für die Praxismitarbeitenden, so Debatin weiter.

Zusätzlich zu der Videosprechstunde bietet sich für Krankenhäuser an, digitale Personalkoordination-Tools einzusetzen, ergänzte er. „Freiwillige Helferinnen und Helfer können sich über Lösungen wie der HLth.care Team App mit ihren besonderen Skills in die Einsatzdisposition einpflegen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung der Intensivmedizin. Anfang der Woche wurde das DIVI Intensiv­register für Beatmungsplätze gestartet. Intensivmediziner aller Kliniken in Deutschland können ab sofort über die Online-Plattform unkompliziert Kapazitäten über freie Beatmungsplätze abfragen.“

Lesen Sie hier das ganze Interview.