Behandlung per Video und Telefon

7. Oktober 2019 | Kategorien: Allgemein, Pressemitteilungen

Gummersbach – Das Kreiskrankenhaus Gummersbach und die Hausarztpraxis Assmann werden Teil des bundesweit einmaligen Projekts „Virtuelles Krankenhaus“.

(Quelle: www.oberberg-aktuell.de) Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stellte seine Pläne Anfang August vor. Nun hat der Gründungsausschuss am Mittwoch entschieden: Das Kreiskrankenhaus Gummersbach als eines von drei Krankenhäusern und Dr. med. Thomas Assmann mit dem Hausärztlichem Zentrum Angelus in Lindlar, als eine von zwei Hausarztpraxen, werden zu Teilnehmern des bundesweit einzigartigen Pilotprojektes. Dies hat der oberbergische CDU-Landtagsabgeordnete Bodo Löttgen mitgeteilt.

„Diese Entscheidung ist für den Standort Oberberg ein herausragendes Signal, für die Patienten ein echter Zugewinn und für die Gesundheitsversorgung und Gesundheitswirtschaft im Oberbergischen Kreis eine riesige Chance!“, freut sich Löttgen. „Mit dem Projekt ‚Oberberg_Fair-sorgt‘ hat sich der Oberbergische Kreis bereits erfolgreich auf den Weg gemacht, die medizinische und pflegerische Versorgung insbesondere von pflegebedürftigen Senioren im Kreis zu verbessern.“ Das hierbei bereits breit angelegte telemedizinische Ansätze mitgedacht wurden, habe die Entscheidung sicherlich positiv beeinflusst, so Löttgen. „Der Oberbergische Kreis kann sich mit dieser Entscheidung an die Spitze der Anwendung innovativer Telemedizin setzen, betroffene Patienten werden in naher Zukunft als Teil der Regelversorgung der Krankenkassen unabhängig vom Ort ihrer Behandlung von einer hohen fachärztlichen Expertise profitieren.“

Mit dem „Virtuellen Krankenhaus“ möchte das Land auf das Fehlen von Fachärzten auf dem Land reagieren. Wenn beispielsweise in einer Praxis eine spezielle Expertise fehle, könnten Hausärzte ein virtuelles Krankenhaus über ein Verzeichnis per Mausklick kontaktieren.

Auf der digitalen Plattform sollen Spezialkliniken mit Krankenhäusern, Fach- und Hausarztpraxen verbunden werden. In dem sogenannten virtuellen Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen sollen Patientendaten in Zukunft elektronisch ausgetauscht und auch Sprechstunden via Video abgehalten werden, sodass Patienten Expertenwissen in Anspruch nehmen können. Für die erste Aufbauphase des „Virtuellen Krankenhauses“ stehen als Anschubfinanzierung bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

Mehr Informationen über das Projekt „Virtuelles Krankenhaus“ und die Zusammensetzung des Gründungsausschusses finden Interessierte hier.