Spahn im Interview: „Nicht App statt Arzt, sondern Arzt und App.“

12. Juli 2019 | Kategorien: Allgemein

Quelle: bundesgesundheitsministerium.de – Im Handelsblatt ist ein Interview mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erschienen, in welchem er mit E-Health-Unternehmer Daniel Nathrath zu den Themen „Apps auf Rezept“ diskutiert. Dabei steht auch die Sicherheit der Patientendaten im Fokus. 

„Viele Apps richten sich an chronisch Kranke, die so im Alltag unterstützt werden. Zum Beispiel ein Diabetiker oder ein Patient mit Bluthochdruck. Daneben gibt es Apps zur Begleitung einer Psychotherapie oder zur Prävention von Krankheiten“, so Spahn zur Zielgruppe der Dienste. Sein Ziel: „Wir wollen vielversprechende digitale Angebote schneller in die Versorgung holen. Die Apps durchlaufen ein Prüfverfahren, sie müssen zum Beispiel Anforderungen an Datenschutz und medizinischen Nutzen erfüllen. Über die Verschreibung entscheidet der Arzt, wie bei einem Medikament oder einer Physiotherapie.“

Die elektronische Patientenakte sei dabei von den Patienten gewünscht, so Spahn: „In einigen Jahren wird es kein Patient mehr akzeptieren, dass die Patientenakte auf Karteikarte in Handschrift in irgendeiner Arztpraxis liegt. […] Die Patientenakte wird bei der Einführung 2021 nicht von Anfang an alles können. Beim Datenschutz gibt es keine Abstriche, das ist klar. Aber wir standen vor der Frage: Fangen wir nur an, wenn sie in allen Anwendungen perfekt ist? Dann wären wir in zehn Jahren noch nicht so weit.“

Lesen Sie hier das ganze Interview.