EU-Konsortium Smart4Health entwickelt europaweite elektronische Patientenakte

8. April 2019 | Kategorien: Allgemein

Quelle: ukaachen.de – Die Europäische Union plant die Einführung einer EU-weiten verwendbaren elektronischen Patientenakte, damit jeder Patient, der beispielsweise in einem anderen EU-Staat arbeitet oder sich auf Reisen befindet und medizinische Hilfe benötigt, einfach und sicher auf die eigenen Gesundheitsdaten zugreifen kann. Daher wurde das auf vier Jahre angelegte EU-Projekt Smart4Health gegründet. Im Rahmen des Projektes soll eine EU-weite, bürgerzentrierte elektronische Patientenakte entwickelt und erprobt werden.

„Bei der Entwicklung einer europaweiten Plattform folgen wir zwei Leitmotiven“, so HPI-Professor und Leiter des DHC Erwin Böttinger. „Zum einen soll jeder Bürger bei der Verwaltung seiner eigenen Gesundheit unterstützt werden. Jeder EU-Bürger soll aber auch anderen mit einer Datenspende helfen können.“ Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, Leiter des Telemedizinzentrums und Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen, ergänzt: „Wir sind begeistert, bei einem zukunftsweisenden zentralen Projekt der EU Partner sein zu dürfen. Das Konzept einer Gesundheitsakte, die der einzelne Bürger verantwortet, entspricht unserer Vorstellung von Transparenz und Selbstbestimmung.“

Unter Federführung des Hasso-Plattner-Instituts und des UNINOVA-Instituts aus Lissabon sowie weiteren Praxispartnern aus Wissenschaft und Industrie wird dabei ein cloudbasierter Prototyp für den elektronischen Austausch von Patientendaten geschaffen. Hierbei zielt das Projekt vor allem auf einen bürgernahen und interoperablen Datenaustausch sowie Patienten-Empowerment ab. Smart4Health wird es Bürgern zukünftig ermöglichen, ihre eigenen Gesundheitsdaten EU-weit zu verwalten und einzusehen und somit das eigene und soziale Gesundheitsbewusstsein durch den Zugriff auf digitale Gesundheitsinformationen zu stärken. Die Uniklinik RWTH Aachen fungiert im Smart4Health-Konsortium als klinischer Praxispartner für die Erprobung der Plattform. Das Projekt wird unter Berücksichtigung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) durchgeführt.

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