Deutschland bei Digitalisierung des Gesundheitswesens nahezu Schlusslicht

6. Dezember 2018 | Kategorien: Allgemein

Quelle: Bertelsmann-Stiftung.de – Obwohl sich seit Jahren viele Akteure des Gesundheitswesens für die Digitalisierung in der Patientenversorgung engagieren, kommt Deutschland im internationalen Vergleich nicht an die Spitze – im Gegenteil: Deutschland belegt mit Polen und Frankreich die hintersten Plätze, so eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung.

„Während Deutschland noch Informationen auf Papier austauscht und an den Grundlagen der digitalen Vernetzung arbeitet, gehen andere Länder schon die nächsten Schritte“, so Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Sie ergänzt: „Mediziner in Israel beispielsweise setzen systematisch künstliche Intelligenz etwa zur Früherkennung von Krebserkrankungen ein. Unsere Gesundheitspolitik muss entschlossener handeln als in der Vergangenheit und ihre Führungsrolle bei der Gestaltung der Digitalisierung weiter ausbauen – nicht als Selbstzweck, sondern zum Nutzen der Patienten“.

Ein Grund für die bisher schleppende Umsetzung der Digitalisierung sieht Thomas Kostera, Studienleiter der Stiftung, bei den politischen Entscheidern: „Die Politik hat in der Vergangenheit die Verantwortung für die digitale Transformation an die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen delegiert. Hier haben sich die Akteure lange Zeit gegenseitig blockiert.  Es ist noch nicht gelungen, alle Verantwortlichen hinter einem gemeinsamen Ziel zu versammeln.“

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