NRW-Gesundheitsminister Laumann befürwortet die elektronische Visite in der Pflegepraxis

4. Juli 2018 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Projekt-News

Quelle: westfalen-blatt.de – Auf Einladung von SPD-Landtagsabgeordneter Angela Lück stattete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am 2. Juli 2018 dem Ärztenetzwerk „Medizin und Mehr“ (MuM) in Bünde einen Besuch ab und informierte sich über das Projekt elVi – elektronische Visite. Das Erfolgsprojekt elVi erhielt vor knapp einem Jahr als erster Videodienst in der klinischen und ambulanten Gesundheitsversorgung das Prüfsiegel der TÜViT GmbH und konnte seitdem  bereits über 1000 Videosprechstunden durchführen – eine Erleichterung für Bewohner von Pflegeheimen, Ärzte und Pflegepersonal.

Laumann zeigte sich von dem Potenzial, das elVi als Ergänzung für die persönliche Gesundheitsversorgung in Pflegeheimen bietet, überzeugt: „Dem Personal dort können wir so größere Sicherheit in medizinischen Fragen geben, wenn es sich schnell und unkompliziert einen ärztlichen Rat holen kann«, so Laumann. Auch befürwortete Laumann die Möglichkeit für Ärztenetzwerke, künftig Facharztzentren zu gründen: „Das wäre auch für ärztlich unterversorgte Gebiete auf dem Land gut.“ Die dafür notwendigen Schritte müssten, so Laumann, auf Bundesebene eingeleitet werden. „Ärztliche Versorgung ist ein Aspekt der Daseinsvorsorge“, betonte der NRW-Gesundheitsminister.

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Die ZTG GmbH begleitet den Verlauf von „elVi“, das Teil der Landesinitiative eGesundheit.nrw ist, als Partner in der Projektevaluation. Eine Zwischenauswertung vom Herbst 2017 zeigte, dass TeleVisiten gut in den Alltag der Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen integrierbar sind und der Einsatz von „elVi“ insbesondere bei der Versorgung chronischer Wunden sinnvoll ist.

Auch das Projekt TELnet@NRW  verdeutlicht, wie Videokommunikation zwischen Kliniken die Patientenversorgung ergänzen kann. Das durch Mittel des Innovationsfonds geförderte Projekt hat zum Ziel, ein digitales und sektorübergreifendes Netzwerk zur Unterstützung der Behandlung von intensivmedizinischen und infektiologischen Patienten aufzubauen, bisher in den Modellregionen Aachen und Münster bzw. Münsterland. Gerade in der Intensivmedizin können eine schnelle Diagnose und Therapie lebenserhaltend sein. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das Projekt von der ZTG GmbH.