Umfrage: Die Mehrheit der Deutschen befürwortet die elektronische Gesundheitsakte

9. November 2017 | Kategorien: Allgemein

Quelle: aerztezeitung.de – Wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research, bei der im August 2017 online 1023 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren befragt wurden, ergab, können sich rund 56 Prozent der Befragten die Verwendung einer elektronischen Gesundheitsakte im medizinischen Versorgungsalltag vorstellen. Dabei spielen vor allen Dingen ein Zugewinn an Zeit- und Aufwandsersparnis eine Rolle. Lediglich 10 Prozent der Befragten stehen der Digitalisierung ihrer Gesundheitsdaten kritisch gegenüber. 

60 Prozent der Befragten wünschen sich eine automatische Übertragung ihrer Gesundheits- und Behandlungsdaten sowie eine umfassende Einbindung von Ärzten, Krankenkassen und Apotheken. Generell erhoffen sich die Befragten dadurch einen allgemeinen Zugewinn beim Behandlungsverlauf. 75 Prozent der Befragten sehen in der Gesundheitsakte zudem die Möglichkeit, dass im Notfall dem behandelnden Arzt wichtige Gesundheitsdaten und Patienteninformationen unmittelbar verfügbar sind. Dadurch erhoffen sich 50 Prozent der Befragten mehr Sicherheit in der Behandlung.

Nordrhein-Westfalen engagiert sich verstärkt für die Verwendung von elektronischen Gesundheitsakten. Auch auf dem 2. Deutschen Interoperabilitätstag (DIT) im Oktober wurde von den teilnehmenden Referenten bekräftigt: Die Einführung der elektronischen Patientenakte ist momentan einer der wichtigsten Schritte im Zuge der Digitalisierung des Gesundheitswesens.  Zudem fand Anfang Oktober 2017 das ePA-Forum mit rund 50 Akteuren aus dem Gesundheitswesen im Haus der ZTG GmbH in Bochum zu einer konstituierenden Sitzung zusammen, um der auf der Gesundheitsministerkonferenz aufgestellten Forderung nach einer Einrichtung eines Forums für elektronische Patientenakten zu folgen, das die verschiedenen Aktensysteme bundesweit koordiniert.