Internetsucht – Projekt bietet Aufklärung und Unterstützung

7. Februar 2017 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Projekt-News

© olly / Fotolia

Die Zahl der internetabhängigen Jugendlichen in Deutschland hat sich binnen vier Jahren nahezu verdoppelt. Detaillierte Zahlen und Fakten hierzu finden Sie in der aktuellen Pressemitteilung im Ärzteblatt.

OASIS – Ausführliche Beratung für Internetsüchtige
Der Online-Ambulanz-Service für Internetsüchtige (OASIS) richtet sich an Betroffene, die unter einer problematischen Internetnutzung leiden sowie an Angehörige, die Betroffene in ihrem näheren Umfeld haben. Unabhängig von den Zugangswegen (Smartphone, PC oder Notebook) kann sich diese neuartige Verhaltenssucht auf vielfältige Internetinhalte beziehen, wie z. B. Computerspiele, Soziale Netzwerke oder Pornographie. Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Betroffene direkt oder über ihre Angehörigen durch einen Online-Ambulanz-Service zu erreichen. Mittels eines anonymen Selbsttests können OASIS-Nutzerinnen und -Nutzer zu einer ersten Einschätzung gelangen, ob eine behandlungsbedürftige Internetabhängigkeit vorliegt. Seit September 2016 haben bereits 5.393 Betroffene und 973 Angehörige die anonymen Selbsttests durchgeführt. Davon sind 44 % bzw. 87% auffällig und der Verdacht auf eine Internetabhängigkeit besteht. Das Durchschnittsalter der Betroffenen, für die die Angehörigen das OASIS-Programm nutzen, beträgt 20,8 Jahre. Schwerpunktmäßig nutzen diese Betroffenen vor allem Online-Games.
Die Nutzerinnen und Nutzer der Selbsttests verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet.