Rückblick

In diesem Jahr war die ZTG GmbH zum ersten Mal als Aussteller auf der alle zwei Jahre stattfindenden eHealth Conference in Saarbrücken vertreten. Das Kompetenzzentrum präsentierte aktuelle Projekte der Landesinitiative eGesundheit.nrw, das neue Zentrum für Telemedizin am ZTG und den „ZTG-App-Check“. Der „App-Check“ stellt Apps auf den Prüfstand, um Medizinerinnen und Medizinern sowie weiteren Gesundheitsinteressierten Übersicht und Orientierung zu bieten. Zu diesem Thema referierte ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers im Rahmen des Workshops „Nationales Gesundheitsziel: Gesund älter werden“, der von der DG Telemed gemeinsam mit dem Kooperationsverbund gesundheitsziele.de /GVG e.V. veranstaltet wurde. Hier betrachteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Potenziale und Möglichkeiten der Telemedizin zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung und des Gesundheitsmanagements im Alltag, insbesondere im Hinblick auf die Bedürfnisse älterer Menschen.

Nach informativen Vorträgen zu den Inhalten und Maßnahmen des Kooperationsverbundes (Herweck, gesundheitsziele.de), zur Telemedizin („ist längst in der Patientenversorgung angekommen und nutzbar , um die Qualität zu verbessern“- Dr. Bartmann, Bundesärztekammer), zur Schlaganfall-Versorgung in Sachsen („ist durch Telemedizin und den „Case Manager“ besser geworden “-Dr. Bodechtel, SOS-Net) und zu Nutzen und Grenzen mobiler Services („die ein Bindeglied in Versorgungsszenarien darstellen können“ - Beckers, ZTG GmbH) wurde festgestellt, dass sowohl Mediziner als auch Patienten durch telemedizinische Ansätze profitieren.

Insbesondere bestehe die Herausforderung darin, das Zusammenspiel individueller Lebenslagen und Risikofaktoren älterer Menschen früher zu erkennen und die Versorgung zu verbessern. Dabei können das Wissensmanagement der Beteiligten und die Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheitsberufe dabei helfen, optimal abgestimmt zu handeln. Um dies zu ermöglichen, spiele Telemedizin eine bedeutende Rolle. Ideal sei etwa der Einbezug eines Geriaters via Telekonsil oder die Unterstützung der bei multimorbiden Patienten sehr anspruchsvollen Pharmakotherapie (Steigerung der Patientensicherheit, Verhinderung unerwünschter Nebenwirkungen).

Die Teilnehmer und Referenten des Workshops sahen außerdem bereits Vorteile im Bereich der Prävention und eine hohe Akzeptanz der Patienten. Diese fühlten sich dank gezielter Kommunikation und Interaktion mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten sicherer und besser betreut. Die Behandelnden werden durch den idealen Zeitpunkt der ärztlichen Intervention im Versorgungsprozess zudem entlastet („Kompetenz-Kaskade“). Von den über das SOS-Net telemedizinisch behandelten Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall benötigte nur jeder Zweite die lebensrettende Lyse. Bei 21 % der Fälle konnten durch das Hinzuziehen eines Spezialisten Differentialdiagnosen gestellt werden. Auch Health-Apps leisten einen sinnvollen Beitrag, sofern sie Teil des telemedizinischen Versorgungsszenarios sind.

Fazit: Möglichst gesund im Alter zu sein erfordert ein häufig komplexes Zusammenspiel vieler Beteiligter. Diese anspruchsvolle Aufgabe kann mit Hilfe moderner Anwendungen bewältigt werden. Insbesondere telemedizinische Methoden und Verfahren können auf vielen Ebenen des Versorgungsprozesses helfen und unterstützen, damit das komplexe Zusammenspiel möglichst einfach, sicher und effizient funktioniert.


VERANSTALTUNGSHINWEIS


ZTG auf der eHealth Conference 2012 - GesundheIT – digital, besser, effizienter

05. und 06. Juni 2012
:: Congress-Centrum Saar (Congresshalle) Saarbücken

Veranstalter
Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V.
Art der Veranstaltung
Kongress

Inhalt der Veranstaltung

Unter dem Motto „GesundheIT – digital, besser effizienter“ treffen sich vom 05. bis 06. Juni 2012 die Entscheider aus Politik, Selbstverwaltung, Wissenschaft und Industrie auf der eHealth Conference 2012 in Saarbrücken.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Einbeziehung von Patientinnen und Patienten in den Versorgungsprozess zu verstärken. Es geht darum, für Akzeptanz bei denjenigen zu sorgen, für die im Wesentlichen die Telematikplattform und die unterschiedlichen Anwendungen aufgebaut und eingeführt werden. Auch den Leistungserbringern in allen Sektoren kommt im Kontext der Akzeptanzförderung und -steigerung eine Schlüsselrolle zu.

An den beiden Konferenztagen werden neben Grundsatzbeiträgen hochrangig besetzte Diskussionen zwischen Politik, Selbstverwaltung, Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und Patientenseite stattfinden. In einer parallel stattfindenden Projektausstellung werden Anwendungen vorgestellt.

Die Abschlussveranstaltung am zweiten Veranstaltungstag wird inklusive der Ausstellung für die interessierte Öffentlichkeit unentgeltlich geöffnet.


ZTG präsentiert zum Thema "Nutzen und Grenzen mobiler Services"
Die ZTG GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Rainer Beckers, wird am 05. Juni 2012 um 11.05 Uhr im Workshop “Nationales Gesundheitsziel „Gesund älter werden" – Potenziale und Möglichkeiten durch Telemedizin” einen Vortrag zum Thema "Nutzen und Grenzen mobiler Services" halten. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt, in der die Fragestellung "Telemedizin - Chance für gesund älter werden?" diskutiert werden soll.

ZTG als Aussteller
Begleitend zum hochrangigen Kongressprogramm findet die Ausstellung eHealth Village Saarland in der Congresshalle des CCSaar statt. Auch hier wird die ZTG GmbH vertreten. Gerne informiert Sie das Kompetenzzentrum über die aktuellen Projekte der Landesinitiative „eGesundheit.nrw“, insbesondere auch über Aufbau, Arbeitsprogramm, Ziele sowie Beratungsangebot der Abteilung „Zentrum für Telemedizin“, der zentralen Anlaufstelle für Telemedizin in Nordrhein-Westfalen.
Das ZTG stellt außerdem die Lösung „App-Check“ vor. Hierbei testet das Kompetenzzentrum „Gesundheits-Apps“ und stellt die Ergebnisse im Internet zur Verfügung. Informationen zu aktuellen ZTG-Seminaren und Tagungen erhalten Sie ebenfalls am Stand.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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