Rückblick

Wissensvorsprünge nutzen – Chance verpasst


Das der Thematik nicht angemessene, eher geringe Interesse der Messebesucher spiegelte sich vor allem in dem großen Forum „Telematik im Gesundheitswesen - Motor für Innovationen und neue Dienstleistungen in der Pflege“ wieder. In dieser gemeinsamen Veranstaltung der ZTG GmbH mit dem Vincentz Network boten acht Referenten, allesamt Experten aus Industrie, Selbstverwaltung, Wissenschaft und Politik, umfassende, aktuelle Einblicke und zeigten pointiert Grundlagen und Möglichkeiten gesundheitstelematischer Anwendungen für die Pflege auf. Sie präsentierten anschaulich technologische Lösungen und gaben aus Anwendersicht Antworten auf den Nutzen sowie die Finanzierung von bedarfsorientierter „Smart Care“. Die bestmögliche Ausgestaltung neuer Prozesse gelingt, wenn insbesondere die Position der Pflege einbezogen wird, die sich traditionell stark für die ethische Diskussion interessiert.

Nur wenige Zuhörer nutzten die gute Gelegenheit, die Experten direkt vor Ort zu befragen. So stellte eine Besucherin erstaunt fest, dass auch Mitarbeiter aus dem Bereich der Rehabilitation bald mit Berufsausweisen ausgerüstet werden, sofern sie ein elektronisches Rezept verarbeiten. Weiter fragte das Publikum in den Diskussionsrunden fachkundige Informationen insbesondere zum Thema Datenschutz nach. Zusammenfassend gestalteten die Referenten ein umfassendes und spannendes Vortragsprogramm.

Angesichts der Bedeutung eines vernetzten Gesundheitswesens als Wirtschaftsfaktor des 21. Jahrhunderts bleibt die Frage, warum die neuen Märkte für die Pflege nicht stärker im Fokus der Beschäftigten dieser Branche stehen. Als Konsequenz wird das ZTG hier zukünftig gezielt ansetzen und einen noch stärkeren Fokus auf die Vermittlung von Chancen und Nutzen der Pflegetelematik legen.

Lesen Sie die ZTG-Pressemitteilung zum Thema 'Dank Telemedizin und Telematik besser gerüstet im Pflegealltag: Einsatzmöglichkeiten und Nutzen aber noch wenig bekannt'


VERANSTALTUNGSHINWEIS

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ZTG-Workshop auf der Altenpflege+ProPflege 2008: Telematik als Motor für Innovationen und neue Dienstleistungen in der Pflege

:: Teilnahmegebühren

14. Februar 2008
10.00 -16.30h :: Hannover

Veranstalter
ZTG GmbH
Art der Veranstaltung
Workshop

Inhalt der Veranstaltung

Angesichts eines steigenden Kostendrucks und dem verstärkten Wunsch nach sektorübergreifender Kommunikation mit reibungslosem Datenaustausch entlang integrierter Behandlungspfade eröffnet der Einsatz von Telematik-Lösungen insbesondere in der Pflege vielfältige Chancen. Dabei geht es insgesamt immer um die stärkere Verzahnung von Alltagsprozessen (z. B. Therapiebegleitung, Pflegedokumentation) durch weitgehende Automatisierung bzw. intelligente Steuerung mit dem Ziel einer bestmöglichen Unterstützung sowohl der Leistungserbringer als auch der Patienten im Versorgungsalltag. Innovative Anwendungen und neue Dienstleistungen im Pflegealltag entstehen zudem durch die Verbreitung telemedizinischer Konzepte und Ansätze wie auch durch kontinuierliches Monitoring von betreuungsintensiven oder chronisch kranken Patienten.

Mit Hilfe von Technologien aus dem Bereich des sog. smarten Wohnens (Domotik) lassen sich neue Dienstleistungen für die ambulante Pflege realisieren. Die Netzwerkbildung unter Einbindung der Wohnungswirtschaft und der Pflegedienste als Treiber dieser Entwicklung macht erstmals tragfähige Geschäftsmodelle für die neuen Dienstleistungen realistisch.

Ferner steht im Gesundheitswesen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte unmittelbar bevor. In Folge werden sich die Einsatzkräfte im Pflegebereich mit einem sog. elektronischen (Heil-)Berufsausweis (HBA/BA) an der Telematikinfrastruktur identifizieren, um weiterhin am Versorgungsgeschehen teilhaben zu können. Als zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts der elektronischen Gesundheitskarte, authentifiziert und identifiziert der elektronische Heilberufsausweis bzw. der elektronische Berufsausweis die Akteure des Gesundheitswesens gegenüber der Public Key Infrastruktur, wodurch ein Zugriff auf die Daten der elektronischen Gesundheitskarte ermöglicht wird. Noch ist die Ausgabe der Berufsausweise an die nicht verkammerten Berufe durch verschiedene Ausgabemodelle aber nur partiell geregelt.

Daher stellen sich für Anwender aktuell viele Fragen bezüglich der Möglichkeiten gesundheitstelematischer Anwendungen im Pflegebereich.

Welche Erfahrungen aus dem Einsatz von Technologien gibt es? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten?
Neben der technischen Umsetzung und der praktischen Gestaltung aus Sicht der künftigen Anwender ist auch die Finanzierung bei der telematisch unterstützten Form der Pflege eine zentrale und angesichts des komplexen Gesundheitswesens auf den ersten Blick scheinbar unlösbare Frage. In der gesamten Gesundheitstelematik stoßen die Akteure auf Regulierungen, die ausschließlich „klassische“ Versorgungsprozesse zum Vorbild haben. Daher schließt sich immer die Frage der Finanzierung an. Hier hat die ZTG GmbH ein Geschäftsmodell entwickelt, das von der Financial Times Deutschland in 2007 prämiert wurde.

2. Teil

Heilberufsausweise für die Pflege

14.00 – 14.30h
Dipl.-Inform. Jürgen Sembritzki
Geschäftsführer ZTG GmbH

Der Ausweis der Zukunft „eHBA/BA“

14.30 – 15.00h
Jana Künstner
Leiterin Referat Homecare, BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V.


Durch Wen, an Wen und Wie: Ausgabe der HBAs an nicht verkammerte Berufsgruppen

15.00 – 15.30h
Sabine Rothe
Präsidentin Verband medizinischer Fachberufe e.V – Landesverband Berlin/Brandenburg/Sachsen

Telematik und Gesundheitsfachberufe - Diskrepanz oder Harmonie?


15.30 - 16.00h
Dipl.-Inform. Med. Eric Wichterich
Projektleiter ZTG GmbH

SmartCare NRW – mehr Lebensqualität im eigenen Zuhause durch vernetzte Betreuung

16.00h

Diskussionsrunde, Fragen und Antworten

ca. 16.30h

Ende der Veranstaltung

Teilnahmegebühren und Hinweise zur Anmeldung

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist im Rahmen der Altenpflege+proPflege 2008 kostenlos.

Anmeldung
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