Rückblick MEDICA 2008


Highlights

Das 40. Weltforum der Medizin fand vom 19. bis 22. November in den Düsseldorfer Messehallen statt. Das ZTG präsentierte erstmals auf einem eigenen Stand in der Halle 15 (Informations- und Kommunikationstechnik) den interessierten Fachbesuchern aktuelle Projekte der eGesundheit.nrw-Initiative, darunter die Themen elektronische Gesundheitskarte, elektronische Patientenakten, elektronische Heilberufs- und Berufsausweise und Telemedizin.

eGesundheit.nrw erleben war das Motto des Standes welches sich auch im rundum offenen Standkonzept, einem Turm, widerspiegelte. Wortwörtlich „von allen Seiten“ wurden hier die vielfältigen Projekte der Landesinitiative präsentiert. Das ZTG führte den interessierten Besuchern die Möglichkeiten und Inhalte der Telemedizinplattform telemedizin24.de, sowie die neuesten Suchanwendungen zu „Schlafen“ und „Ernährung“ auf dem Landesgesundheitsportal Gesundheit.nrw vor. Als Mitaussteller am ZTG-Stand präsentierten sich die Fachhochschule Dortmund sowie die Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein. Die Fachhochschule wartete mit dem technischen Highlight, der EPA.nrw-Live-Demo, auf. Das Präsentationsszenario zeichnet den Weg elektronischer Dokumente von der Arztpraxis über das Krankenhaus bis zum Patienten nach. Auch die Ärztekammern informierten über Fortschritte im Projekt eArztbrief. Vorgestellt wurden hierbei die Umsetzung der Signaturspezifikation und die sichere Authentisierung bspw. gegenüber Portalen und Betriebssystemen.

Mit seinem offenem Konzept lud der ZTG-Stand von allen Seiten viele Besucher zu informativen Gesprächen ein.

Prominenter Besuch am Stand der ZTG GmbH

Minister Karl-Josef Laumann und Staatssekretär Dr. Walter Döllinger aus dem NRW-Gesundheitsministerium besuchten die ZTG GmbH auf dem Messestand. Unter dem Motto eGesundheit.nrw erleben informierten sich beide ausführlich über die Entwicklungen und Projektfortschritte der NRW-Landesinitiative zum Aufbau einer Telematik-Infrastruktur für das Gesundheitswesen.

Staatssekretär Dr. Walter Döllinger, Jürgen Sembritzki und Prof. Dr. Haas diskutierten über die Einsatzszenarien einer einrichtungsübergreifenden Elektronischen Patientenakte am Beispiel des Vorreiterprojektes EPA.nrw. ©ZTG GmbH

 

Auf seinem Messerundgang machte der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auch am Stand der ZTG Station. Sein besonderes Interesse galt telemedizin24.de - der Plattform für Telematikdienste in Medizin und Pflege.

Jürgen Sembritzki nahm am Diskussionsforum der MEDICA MEDIA zum Thema "Basis-Rollout und Aufbau einer Telematikinfrastruktur" teil.

Traditionell stellte Minister Karl-Josef Laumann am Gemeinschaftsstand des Landes NRW die neuesten Entwicklungen der Landesinitiative eGesundheit.nrw vor. © K. Voit

Tele-Intensivmonitoring live auf der Medica

Im Rahmen seiner traditionellen Ansprache am NRW-Gemeinschaftsstand hob Herr Minister Laumann die Bedeutung der Telemedizin für die gesundheitliche Versorgung hervor. Dies unterstrich das Kompetenzzentrum für Gesundheitstelematik mit der Vorführung eines realen Telemonitoring-Szenarios: Die telemedizin24.de-Plattform präsentierte mit Industriepartnern (COPRA System GmbH und SVA SanaSphere GmbH) eine eindrucksvolle und hochinnovative Anwendung: Patientendaten wurden zwischen einer Portalnehmerklinik (Pius-Hospital Ochtrup) und einer Portalgeberklinik (Mathias-Spital Rheine) sicher ausgetauscht und fernbefundet.

Am NRW-Gemeinschaftsstand wurde die entsprechende Technik aufgestellt, um vor Ort die Portalnehmerklinik Ochtrup zu simulieren. Dazu war eigens Herr Dr. Innig (Chefarzt des Pius-Hospitals aus Ochtrup) anwesend. Die Hardware bestand aus einem Server, einem Monitoring-Gerät, sowie einem Arbeitsplatzrechner. Die auf dem Server installierte Monitoring-Software zeichnete die Daten des Monitoring-Gerätes auf. Das Szenario sah vor, dass ein Patient im allgemeinen Krankenhaus in Ochtrup eingewiesen und zu einer Operation nach Rheine verlegt wurde. Anschließend wurde er zurückverlegt. Aufgrund von Komplikationen am Tag nach der Operation musste der betreuende Arzt aus Ochtrup den Facharzt aus Rheine kontaktieren. Anstatt eines Telefonats stellte der Arzt in Rheine nun über die telemedizin24.de-Plattform mithilfe einer Terminal-Sitzung die Verbindung mit dem Computer aus Ochtrup her. Dort konnte er die Monitoring-Software starten, die Patientendaten in Echtzeit via Monitor mitverfolgen und sich schnell selbst ein Bild vom Zustand des Patienten machen. Parallel stimmten die beiden Ärzte über das Internet die weitere Behandlung ab. Trotz der eingetretenen Komplikationen musste der Patient nicht wieder verlegt werden. Neben diesem Vorteil für den Patienten kann derart auch im Allgemeinkrankenhaus mit Hilfe von Spezialwissen die beste wohnortnahe Versorgung angeboten werden.

Am Beispiel dieses Tele-Intensivmonitoring-Szenarios konnte gezeigt werden, wie sinnvoll und nutzbringend Telemedizin sein kann. Deutlich wurde auch, dass mittelfristig Kosten gespart, die Qualität der Behandlung deutlich gesteigert und zudem die Vernetzung und eine komfortable Zusammenarbeit zwischen Medizinern gefördert werden kann.

Ein besonderes Highlight: das Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen präsentierte am Beispiel des Intensivportals zwischen dem Mathias-Spital in Rheine und dem Pius-Hospital in Ochtrup, wie Portalkliniken im Sinne der Patienten telemedizinisch zusammenarbeiten können. © K. Voit

ZTG-Power-Input-Session auf der MEDICA MEDIA: „Telematik im Krankenhaus – Intensivpatient oder auf Genesungskurs?“

Zu einer Power-Input-Session mit anschließendem Diskussionsforum unter der Leitung von Jürgen Sembritzki lud das ZTG am 20. November auf der MEDICA MEDIA ein.

Vor einem gut besetzen Forum berichteten die hochkarätigen Referenten über Anforderungen und Anwendungsszenarien sowie Umsetzungsstrategien von Telematik im Krankenhaus. Jan Wiegels, KGNW, gab einen Überblick über die Vorteile einer einrichtungsübergreifenden, intersektoralen Kommunikation, z.B. im Rahmen einer Portalkliniklösung oder einer elektronischen Fallakte. Über die Nutzungsmuster und Zugriffsberechtigungen sowie das Identitäts- und Berechtigungsmanagement der eGK im Krankenhaus aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft berichtete Jörg Meister. Herr Dr. Holz, Verwaltungsleiter des Evangelischen Krankenhauses Düsseldorf, informierte über die strategischen Optionen des EVK. Hier wird – mit Blick auf neue gesetzliche Rahmenbedingungen – mit der Entwicklung eigener Angebote eine Differenzierung gegenüber den Wettbewerbern im Bereich der Telemedizin erreicht. Der IT-Leiter der Ev. Stiftung Augusta, Augusta-Krankenanstalt, Kay Siercks, fasste abschließend die nötigen Grundvoraussetzungen für eine funktionierende Telematik-Infrastruktur im Krankenhaus zusammen.

Zum anschließenden Diskussionsforum mit den Referenten der Session stießen als Vertreter der IT-Unternehmen Herr Dr. Michael Meyer und Herr Andreas Lange hinzu. Eine angeregte Diskussion über Sicherheitsmechanismen beim Datenaustausch rundete die gelungene Session ab.

Die Vorträge der Session können Sie hier im PDF-Format dowloaden

Workshop und Diskussionsforum der ZTG GmbH: Telematik im Krankenhaus – Intensivpatient oder Genesungskurs? auf der MEDICA MEDIA stießen auf großes Interresse bei den Besuchern der MEDICA. Referenten und Diskussionsteilnehmer (v.l.n.r) Andreas Lange (TietoEnator Deutschland GmbH und VHitG), Kay Siercks (Ev. Stiftung Augusta, Augusta-Krankenanstalt gGmbH), Dr. Wolfgang Holz (Ev. Krankenhaus Düsseldorf), Jürgen Sembritzki (ZTG GmbH), Jörg Meister (Deutsche Krankenhausgesellschaft), Dr. Michael Meyer (Siemens AG), Jan Wiegels (Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen)

  Vorträge des ZTG-Workshops "Telematik im Krankehaus - Intensivpatient oder auf Genesungskurs?"

Icon Jan Wiegels (635KB)
Telematik im Krankenhaus - Anforderungen und Anwendungsszenarien
Telematik im Krankenhaus - Umsetzungsstrategien am Beispiel des EVK Düsseldorf
Icon Kay Siercks (1.4 MB)
Telematik im Krankenhaus - Notwendige Anpassung von Anwendungen
Icon Jörg Meister (3.0 MB)
Telematik im Krankenhaus - Nutzungsmuster der eGK im Krankenhaus

MEDICA-Verlosung – Bayern räumt beim ZTG-Gewinnspiel ab!

Jeder Teilnehmer am „Chuzzle-Spiel“ sowie alle Standbesucher hatten die Möglichkeit, an unserer großen MEDICA-Verlosung teilzunehmen. Wir freuen uns, Ihnen in dieser Newsletter-Ausgabe nun die 3 Gewinner und Ihre Unternehmen kurz vorstellen zu dürfen:

1. Preis: Ein Evidence-Report zur Telekardiologie sowie zwei Eintrittskarten zur Tagung „Klinische Telemedizin – Telemedizin für die Klinik“ am 10. Februar in Düsseldorf.

Gewonnen hat: softgate GmbH, Erlangen

2. Preis: Zwei Eintrittskarten zur Tagung „Klinische Telemedizin – Telemedizin für die Klinik“ am 10. Februar in Düsseldorf

Gewonnen hat: Herr Christian Hess, Gedikom GmbH, Bayreuth

Als Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen und Communication Center Manager besetzt der 34-jährige Christian Hess bislang für vier Jahre eine leitende Funktion bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns als Leiter der Vermittlungs- und Beratungszentrale in Nürnberg. Er ist seit 2006 Geschäftsführer einer hundertprozentigen Tochter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der Gedikom GmbH (Gesundheitsdienstleistung Kommunikation). Diese bietet als qualitativ hochwertiges, Standard setzendes medizinisches Call Center ausschließlich Kunden im Healthcare-Bereich ein integriertes und innovatives Portfolio an. Hauptanliegen: Patienten durch individuelle Betreuung, medizinisches Know-how und Qualität eine optimale medizinische Versorgung auf hohem Qualitätsniveau, 365 Tage im Jahr, zu ermöglichen.

3. Preis: Zwei Eintrittskarten zur Tagung „Klinische Telemedizin – Telemedizin für die Klinik“ am 10. Februar in Düsseldorf

Gewonnen hat Herr Reinhold Tokar, Thieme Compliance GmbH, Erlangen

Reinhold Tokar ist Geschäftsführer der Thieme Compliance GmbH. Die DIOmed Verlags GmbH und die proCompliance Verlag GmbH sind seit 01.05.2007 verschmolzen zur Thieme Compliance GmbH. Die Verlage bieten Musterbögen zur schriftlichen Patientenaufklärung an.

Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern!


 :: letzte Änderung: 24.11.2010