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19. August 2008
10.30 Uhr-18.00 Uhr
:: FH Dortmund, großer Hörsaal, Emil-Figgestr. 42, 44227 Dortmund
Sehr geehrte Damen und Herren,
einrichtungsübergreifende Elektronische Patientenakten werden als die wesentliche Anwendung der Gesundheitstelematik angesehen. Das Ziel ist dabei eine retrospektive und prospektive Transparenz individueller Behandlungsprozesse zur Verbesserung der Informationslage für alle an einem Behandlungsprozess Beteiligten sowie eine verbesserte Kommunikation und Kooperation. Dabei müssen diese Akten von vielen Akteuren mittels ihrer institutionellen Informationssysteme mit Inhalt gefüllt und eingesehen werden könne. Dies muss auf Basis einer mit dem Patienten abgestimmten Datenschutzpolicy geschehen, die auch Ausdruck der informationellen Selbstbestimmung des Patienten ist.
Neben rein technischen Fragen der Interoperabilität von Primärsystemen und EPA-Systemen ergeben sich durch solche neuartigen Dokumentationsverbünde eine ganze Reihe von Fragestellungen hinsichtlich der datenschutzrechtlichen Bewertung und notwendiger Datenschutzmechanismen sowie haftungsrechtlicher Aspekte. Im Rahmen der Veranstaltung werden zwei Gutachten zu diesen Themenkomplexen vorgestellt und im Anschluss von hochrangigen Expertenrunden diskutiert.
Ziel muss es sein, ethisch vertretbare Problemlösungen zu finden, die datenschutz- und haftungsrechtliche Aspekte derart in kommerziellen EPA-Produkten befriedigend lösen, dass eine aufgabenangemesse Benutzung durch Heilberufler und Patienten möglich ist.
Prof. Dr. Peter Haas (FH Dortmund)
Die Teilnahmegebühr beträgt € 250,- pro Person, ermäßigt für Studenten € 50,- pro Person. Kaffee, ein Imbiss und Pausengetränke sind in diesem Preis enthalten.