Rückblick: Elektronische Praxiskommunikation – Die neue elektronische Gesundheitskarte


Die geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und die daraus resultierenden Umstellungen im Praxisalltag für die medizinischen Fachangestellten erfordern flächendeckende Schulungsmaßnahmen. Die ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH startet aus diesem Grund in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe KVWL eine Fortbildungsreihe für Arzthelferinnen. Als Startveranstaltung der Fortbildungsreihe fand am 22. und 29 August ein zweitägiger Workshop für die Arzthelferinnen der Pilotärzte aus der Testregion Bochum-Essen statt.

Der erste Veranstaltungstag widmete sich dem eher theoretischen Hintergrundwissen. ZTG Geschäftsführer Dipl. Inform. Jürgen Sembritzki erläuterte in seinem Vortrag die Beweggründe zur Umsetzung der neuen eGK sowie die gesetzlichen Grundlagen. Es wurde ein Überblick über die freiwilligen und verpflichtenden Anwendungen der eGK und über die Einführungsplanung gegeben.
Der zweite Teil des Workshops wurde von Dr. med. Hans-Peter Peters, Mitglied der Vorstandskommission Telematik in der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und ärztlicher Leiter für die Testregion Bochum/Essen, und Beate Kalz von der KVWL gestaltet. Dr. med. Peters referierte über die Auswirkungen der eGK auf die Prozesse im Praxisalltag sowie vertiefend über die freiwilligen Anwendungen der eGK. Beate Kalz stellte die Online Dienste, die bisher von der KVWL angeboten werden wie z.B. der elektronische Arztbrief und die Onlineabrechung dar.

In einer offenen Atmosphäre bei Café und Tee wurden die Inhalte aller Vorträge interessiert aufgenommen und ebenso rege diskutiert. Dabei zeigte sich ein starkes Interesse der Teilnehmerinnen an datenschutzrechtlichen Aspekten und an dem technischen, praktischen Umgang mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte. Die Gesundheitskarte wurde zunächst kritisch bewertet und in der praktischen Umsetzung blieben einige Fragen ungelöst wie z. B. was aus dem Befreiungsausweis wird, jedoch war die Grundstimmung gegenüber den ersten praktischen Tests nach Abschluss des Workshops eher positiv und neugierig gestimmt.

Teilnehmerinnen und Experten sorgten insgesamt für eine informative und spannende Veranstaltung. In naher Zukunft ist geplant die Fortbildungsreihe flächendeckend anzubieten.

Zum Ende der Veranstaltung stellte Dr. Jennifer Meyer vom ZTG ein Schulungskonzept vor, dass sich besonders an ältere Arzthelferinnen sowie Berufsrückkehrer richtet, die sich gegen modern ausgebildete medizinische Fachangestellte behaupten müssen. Ziel dieser fünf Module umfassenden Fortbildung zur „Fachkraft elektronische Praxiskommunikation“ ist es, die Arzthelferinnen z.B. in den Bereichen EDV, Praxisorganisation und –verwaltung sowie Qualitätsmanagement und neue Vernetzungstechnologien (wie z.B. die eGK) auf den technisch und politisch neusten Stand zu bringen.
Interessierte Arzthelferinnen können sich gerne an uns info(at)ztg-nrw.de wenden.

Programm

22. August 2007

Theorie

15.00

Begrüßung

15.10

Warum eine neue elektronische Gesundheitskarte

15.30

Gesetzliche Grundlagen

16.00

Überblick über freiwillige und
verpflichtende Anwendungen der eGK

16.45

Pause mit Café und Tee

17.00

Wie funktioniert der Umgang mit der eGK
bei den verschiedenen Akteuren?

17.40

Die Einführungsplanung mit den
Testphasen

18.00

Ende des ersten Teils.

29. August 2007

Perspektiven

15.00

Auswirkungen der eGK auf Prozesse im
Praxisalltag

15.45

Online Dienste

16.30

Pause mit Café und Tee

16.50

Die freiwilligen Anwendungen der eGK

17.30

Vorstellung des Schulungskonzeptes
„Fachkraft elektronische Praxiskommunikation“
und Fragen an die Referenten

18.00

Ende der Veranstaltung.

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 :: letzte Änderung: 05.08.2008