Redakteur :: Beatrix Reiß
Schon jetzt erhalten Betroffene Informationen zu posttraumatischen Belastungsstörungen über das Portal.
Wer sich zum Wahrnehmen des Angebots an einem der beiden Tage entschließt, wird aufgefordert, anonym verschiedene Fragebögen zur Ermittlung des Kölner Risikoindex auszufüllen.
Am IKPPD konnte gezeigt werden, dass sich durch Screening-Verfahren Betroffene von potenziell traumatischen Ereignissen in drei Gruppen einteilen lassen:
Die Kölner Risikoindizes erlauben, die betroffenen Personen einer dieser drei Gruppen zuzuordnen, wobei in Abhängigkeit der Zuordnung unterschiedliche therapeutische Maßnahmen notwendig sind.
Auch eine schriftliche Darstellung des traumatischen Ereignisses ist über die Plattform möglich, jedoch nicht notwendig. Aus den beantworteten Fragebögen wird der Risikoindex ermittelt. Weiter erhalten die Nutzer, neben einer individuellen Handlungsempfehlung eines spezialisierten Psychotherapeuten, wohnortnahe Adressen von erfahrenen Psychotherapeuten im Bereich Traumafolgeschäden. Diese Informationen werden anonym unter passwortgeschützten Webseiten spätestens bis zum 19. Dezember 16 Uhr zur Verfügung gestellt.
Webbasierte Online-Beratung bietet insgesamt einen niederschwelligen Einstieg in eine Psychotherapie am Wohnort. Insbesondere die gebotene Anonymität erleichtert eine Kontaktaufnahme mit einem Psychotherapeuten. Gerade bei schambehafteten Problemen fällt der Erstkontakt zu einem professionellen Helfer über das Internet sehr viel leichter. Der Markt der Online-Beratung ist unübersichtlich und für Patienten schwer zu durchschauen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass Online-Angebote insbesondere zu sensiblen Themenbereichen wie denen der Traumafolgeschäden zu qualifizierten Anbietern verweisen. Die in diesem Projekt angebotene Möglichkeit der anonymen Erstkontaktaufnahme in Form eines Screenings mit anschließender Rückmeldung bezüglich der differenziellen Indikation wird in dem vorliegenden Ansatz als sekundäres Präventionsangebot umgesetzt.
Ab dem 12. Januar wird das Angebot rund um die Uhr kostenpflichtig (39 €) über telemedizin24.de zur Verfügung gestellt. Die Kostenübernahme erfolgt alternativ durch Überweisung oder Zusendung des Betrags per Briefpost. Letzteres gewährt eine absolut anonyme Beratung. Drei Werktage nach Erhalt des Betrags erhalten die Nutzer die individuellen Empfehlungen falls indiziert mit Nennung der wohnortnahen Psychotherapeuten mit psychotraumatischer Weiterbildung und die Auswertungen der Fragebögen.
Weitere Informationen zur anonymen Traumafolgeschädenprävention (aTFP) erhalten Sie unter http://www.telemedizin24.de.
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Beatrix Reiß
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