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Redakteur :: Katharina Bauch

Großer Informationsbedarf zu Karte & Co.

Krefeld, 28. Februar 2005 - Der Informationsbedarf zur Einführung von Gesundheitskarte und elektronischem Heilberufsausweis bei Krankenhäusern und Kliniken ist hoch, wie die große Resonanz (170 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet) auf den Workshop der ZTG GmbH in Kooperation mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen am 15. Februar 2005 zeigte.

Dabei wurden zunächst grundlegende Informationen zur Einführung der Karten und den damit verbundenen Veränderungen gegeben: Dr. Christoph Goetz, Leiter des Bereichs Telemedizin der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, und Jürgen Völlink, Geschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), informierten über den bisherigen Stand der Planungen und skizzierten die möglichen Veränderungen für die Kliniken. Einblicke in die Praxis und Erprobung von Karten- und Telematik-Projekten gaben dann Volker Lowitsch, IT-Direktor am Uniklinikum der RWTH Aachen, und Kay Sierks, IT-Leiter der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum. Mathias Redders vom NRW-Gesundheitsministerium informierte über die Aktivitäten des Landes zum Ausbau der Telematik-Infrastruktur für das Gesundheitswesen.

Aus den Vorträgen wurde deutlich, dass die Einbindung der elektronischen Gesundheitskarte in die vorhandenen Krankenhausinformationssysteme Kliniken und Softwareanbieter vor große Herausforderungen stellen wird. Die Ausgabe, das Management und der Einsatz von dutzenden bis zu mehreren hunderten Arzt-, Berufs- und Institutionenausweisen – je nach Klinikgröße – werden für die EDV-Abteilungen und Verwaltungen der Krankenhäuser zu „Großprojekten“ mit bislang noch schwer zu kalkulierendem Aufwand werden.

Die anschließende Diskussion machte nochmals deutlich: Der Informationsbedarf zur Einführung der Karten und den damit verbundenen Veränderungen für den stationären Bereich ist hoch. Zudem fühlen sich die Einrichtungen, die sich bereits frühzeitig vorbereiten wollen, nicht genügend berücksichtigt. Insbesondere wurde bemängelt, dass die Arbeiten der Selbstverwaltung an der Lösungsarchitektur und der Einführung der Karten vor allem auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Arztpraxen zugeschnitten seien – die komplexen Prozesse und Anwendungsszenarien in den Krankenhäusern bislang jedoch kaum analysiert wurden. Die Bereitschaft zur Mitgestaltung der Veränderungsprozesse ist bei vielen Häusern jedoch vorhanden – so das positive Fazit der Veranstaltung. Zudem wollen sowohl Deutsche Krankenhausgesellschaft als auch die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen ihre Mitglieder künftig noch intensiver über das Thema informieren - das versicherten die anwesenden Vertreter beider Organisationen.

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Katharina Bauch
Referentin Öffentlichkeitsarbeit
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