ZTG/ KGNW Tagung „Klinische Telemedizin – Telemedizin für die Klinik: Pilotprojekte und Geschäftsmodelle“
Um die Chancen und Hindernisse für die klinische Telemedizin zu erörtern, fanden sich am vergangenen Dienstag rund 100 Fachteilnehmer in Düsseldorf im Haus der Ärzteschaft ein. Die Veranstalter konnten den Teilnehmern ein sehr spannendes Veranstaltungsprogramm mit ca. 15 Fachvorträgen, einem Hauptforum und zwei themenspezifischen Foren anbieten, welches ein sehr breites Spektrum telemedizinischer Fragestellungen abdeckte. Dr. jur. Zipperer, Ministerialdirektor a.D. und Aufsichtsratsvorsitzender der ZTG GmbH moderierte die Tagung, welche leider unter der Trauer um den wenige Tage zuvor plötzlich verstorbenen Jürgen Sembritzki stattfand. Dr. Zipperer brachte seine tiefe Betroffenheit über den schmerzlichen Verlust von Jürgen Sembritzki stellvertretend für die Mitarbeiter, die Gesellschafter und den Aufsichtsrat der ZTG GmbH in bewegenden Worten zum Ausdruck.
„Wir sind traurig, dass Du von uns gegangen bist, aber dankbar, dass es Dich gab.“
Am 28. Januar 2009 verstarb ganz plötzlich und unerwartet unser Geschäftsführer Jürgen Sembritzki. Die Mitarbeiter der ZTG GmbH haben somit einen verständnisvollen Vorgesetzten verloren, der sein Vertrauen stets in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter setzte und Ihnen immer die nötige fachliche und menschliche Rückenstärkung für Ihre Aufgaben gab. Da Jürgen Sembritzki sich während seines ganzen Berufslebens unermüdlich für das Voranschreiten der Gesundheitstelematik und der Telemedizin einsetzte, haben sich die Mitarbeiter trotz ihrer schmerzlichen Trauer dazu entschieden, diese Telemedizintagung stattfinden zu lassen. Sie glauben, dass diese Entscheidung in seinem Sinne gewesen wäre.
Im Verlauf der Tagung zeigt sich, dass Jürgen Sembritzki in seinem Wirkungsfeld eine Lücke hinterlässt, die nur sehr schwer zu schließen ist. Sein hervorragendes Wissen und Können und sein Engagement in zahlreichen Gremien und Organisationen haben das Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen weit über unsere Landesgrenzen hinaus zu einem anerkannten Kompetenzzentrum gemacht. Jürgen Sembritzki war ein Networker im Bereich der Gesundheitstelematik. Ebenso die Referenten der Tagung empfanden seinen Tod als schmerzlichen Verlust im Rahmen seiner Tätigkeit und würdigen seine fachlichen und menschlichen Qualitäten. Dr. Walter Döllinger, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen betont in ganz besonderer Weise die Verdienste von Jürgen Sembritzki und eröffnet die Tagung mit einer Gedenkminute an den Verstorbenen, zu der sich alle Tagungsgäste erheben.
Klinische Telemedizin muss weiter verbreitet werden…
Telemedizin ist bereits in den klinischen Alltag eingezogen und wird sowohl von Seiten der Politik, als auch von Medizinern, Kostenträgern sowie von Gesundheitsökonomen und Vertretern der Gesundheitswirtschaft als wichtiges Instrument gesehen, um die Patientenversorgung effizienter und qualitativ hochwertiger zu gestalten. Mit der Einführung des Gesundheitsfonds steht die flächendeckende Etablierung innovativer telemedizinischer Anwendungen für die Regelversorgung jedoch nicht im Fokus der Kostenträger. Hier gilt es, gemeinsame Lösungen zu finden, um die Telemedizin in der Klinik kontinuierlich zu verbreiten und eine telemedizinfreundliche Versorgungskultur aufzubauen.
NRW übernimmt „Schrittmacherfunktion“ für die klinische Telemedizin…
Dr. Walter Döllinger betonte in seiner Eröffnungsrede, dass das Land NRW das Voranschreiten der Telemedizin in den klinischen Alltag weiter fördert. Immer wiederkehrende Fragen bezüglich des Datenschutzes und der Rechtssicherheit wurden bereits in zahlreichen Modellversuchen untersucht und haben gezeigt, dass telemedizinische Anwendungen den Anforderungen des Datenschutzes entsprechen. Offenen Fragen bezüglich der Rechtssicherheit sollten aus Sicht des Ministeriums weiter für die telemedizinische Versorgung entschieden werden, damit die Chancen der Telemedizin flächendeckend und gewinnbringend genutzt werden können.
Um aus Pilotprojekten erfolgsversprechende Geschäftsmodelle entstehen zu lassen, müssen sich alle beteiligten Akteure miteinander vernetzten. Ein erster Schritt in diesem Sinne ist die Internetplattform telemedizin24.de, welche sich sowohl als Informationsplattform, als auch als Serviceplattform versteht. telemedizin24.de bietet verständliche und umfassende Informationen zu allen Fragen der Telemedizin und der Pflegetelematik, lotst zu telemedizinischen Leistungsanbietern und Herstellern einschlägiger Produkte und verfügt über einen Evidence Center, welcher den aktuellen Forschungsstand der Telemedizin und Telematik ständig aufarbeitet. ZTG hat sich mit der Entwicklung dieser Plattform der Herausforderung gestellt, ein Portal zu öffnen, hinter dem die Telemedizin und Pflegetelematik auf „den Punkt gebracht“ wird. Sie kann ein Ausgangspunkt für vielfältige Kontakte und eventuelle sich daraus ergebende neue Geschäftsmodelle sein.
Richard Zimmer, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, lobt in seiner Eröffnungsansprache explizit die Förderungen des Landes für die klinische Telemedizin und die Anstrengungen der ZTG GmbH zur Verbreitung der Telemedizin in den Krankenhäusern. Realistisch betrachtet, stellt er allerdings fest, dass die klinische Telemedizin noch in den Kinderschuhen steckt. Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, der elektronischen Patienten- und Gesundheitsakten und des elektronischen Arztbriefes werden die technischen Grundlagen für eine intersektorale Vernetzung gelegt. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang für den klinischen Alltag die Einführung der Portalkliniken, die speziell für kleine Häuser interessant ist, um ihren Standort mit medizinischer Kompetenz aus der Ferne zu sichern. Sicher ist, dass unter den gegebenen und zukünftig zu erwarteten ökonomischen und demographischen Entwicklungen eine qualitativ hochwertige und für den Patienten beste Versorgung in der Klinik nicht auf telematische Komponenten und telemedizinische Angebote verzichten kann.
Es gibt viele gute Gründe, Telemedizin zu fördern.
Diese Position vertritt Wolfgang Loos von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin. Loos hebt in seinem Vortrag hervor, dass trotz fehlender flächendeckender Infrastruktur und vielen Insellösungen in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen, es einige Projekte geschafft haben, flächendeckend in der Regelversorgung angeboten zu werden. TEMPiS, HELIOS NEURONET und die Schlaganfallversorgung Sachsen sind telemedizinische Versorgungsnetzwerke zur Schlaganfallversorgung, welche Leben retten können. Gerade weit verbreitete Krankheitsbilder, wie Schlaganfall oder Herzinfarkt könnten durch telemedizinische Netzwerke vielfach effektiver, das heißt mit weniger Komplikationen und somit geringeren Folgekosten, therapiert werden. Telemedizinische Anwendungen sind somit sinnvoll und nutzbringend in der medizinischen Versorgung. Aus diesem Grund organisiert und führt die DGTelemed Experten der Telemedizin zusammen, fördert einheitliche Standards und klar definierte Schnittstellen und wirkt darauf hin, dass erfolgreiche telemedizinische Projekte in den Regelbetrieb überführt werden können. Telemedizinanwendungen haben nur dann eine berechtigte Chance, in die Regelversorgung aufgenommen zu werden, wenn sie qualitätsgesichert, evidenzbasiert und anwenderorientiert sind. An diesem Punkt sieht die DGTelemed eine Vorreiterfunktion der Politik, welche die versorgungspolitischen und institutionellen Strukturen schaffen muss, um Innovationen – und damit auch Telemedizin – schneller umsetzen zu können. Dass Nordrhein-Westfalen diesen Forderungen bestens nachkommt, zeigt der nachfolgende Vortrag von Mathias Redders, Ministerialrat im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Vernetzung des bundesrepublikanischen Gesundheitswesens stellt das weltweit größte EDV-Projekt dar.
Mit Stolz kann Mathias Redders (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen) darauf verweisen, dass sich das Land NRW durch Förderung der eGesundheit.nrw-Initiative mit besonders hohem Engagement am Aufbau der Telematik-Infrastruktur beteiligt. Die Vernetzung des bundesrepublikanischen Gesundheitswesens stellt das weltweit größte EDV-Projekt dar. Redders betonte die erfolgreiche Projektleitung des Telematik-Großprojektes in der Region durch das ZTG-Kompetenzzentrum. Außerdem verfügt NRW über ein öffentliches Landesgesundheitsportal (www.Gesundheit.nrw.de), dessen inhaltliches Angebot kontinuierlich ausgebaut wird und das Gesundheitsinformationen aus Wissenschaft und Forschung sowie einen umfangreichen Behandlungswegweiser bietet. Im Bereich der Telemedizin gilt es aktuell, die Plattform telemedizin24.de weiter zu entwickeln und das Aktionsprogramm Telemedizin Nordrhein-Westfalen umzusetzen. Die Telematikinfrastruktur betreffend hat NRW mit der Spezifikationen und Festlegungen für eine interoperable, einrichtungsübergreifende Elektronische Patientenakte (eEPA) begonnen. Eine weitere Aufgabe ist die Ausgabe und Erprobung von elektronischen Heilberufs- und Berufsausweisen (HBA/BA) und die Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) mit der größten Test- und Modellregion in Bochum-Essen. Außerdem verfügt NRW über ein umfangreiches Landesgesundheitsportal (www.Gesundheit.nrw.de), welches kontinuierlich erweitert und auf den aktuellen Stand der Wissenschaft und Forschung gebracht wird. Mit der Gründung der eHealth Academy zur Schulung- und Fortbildung für Angehörige der Gesundheits- und IT-Berufe, sowie zur Unterstützung zielgerichteter Kommunikation der Akteure untereinander und der Gründung des eHealth Consultings zur Beratung für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft wird die e-Vernetzung weiter gefördert und ausgebaut. Im Bereich der Telemedizin gilt es aktuell das Aktionsprogramm Telemedizin Nordrhein-Westfalen umzusetzen und die Weiterentwicklung der Plattform Telemedizin24.de voranzutreiben.
Das Aktionsprogramm Telemedizin Nordrhein-Westfalen resultiert aus der Erkenntnis, dass mittlerweile fundamentale Argumente gegen die Telemedizin wissenschaftlich und durch die Praxis widerlegt werden konnten. Telemedizin ist nutzbringend und sollte demzufolge gefördert werden. Redders bekräftigte noch einmal, dass NRW eine telemedizinfreundliche Versorgungskultur schaffen möchte und dementsprechend die Rahmenbedingungen anpassen wird.
Telemedizin in der Regelversorgung braucht die Erfahrungen einer Modellregion.
Rainer Beckers, ZTG-Bereichsleiter, erläutert in seinem Vortrag, dass eine sinnvolle Strategie für die Einführung der klinischen Telemedizin in der Regelversorgung darin liegen kann, zunächst Erfahrungen in einer Modellregion zu sammeln. Fakt ist laut Beckers, dass die bisherigen Geschäftsmodelle und Anreizsysteme derzeit für niedergelassene Ärzte noch nicht ausreichend sind, da die hohen Fallkosten die Realisierung der nachgewiesenen Effizienzvorteile der Telemedizin erschweren. Diese Tatsache führt Beckers zu dem Fazit: „Telemedizin ist für Projekte zu erwachsen und für das bundesweite Angebot noch nicht akzeptiert genug!“ Telemedizin bedarf demzufolge noch der öffentlichen Unterstützung. Die Lösung könnte in der Gründung einer Modellregion liegen, in der die Regelversorgung erprobt werden kann. Ein Hauptvorteil einer Modellregion liegt darin, dass hier höhere Fallzahlen zu niedrigeren Fallkosten führen. Außerdem können in einer Modellregion weitere Akteure eingebunden werden, wie z.B. ein Zentrum für Telemedizin (ZfT). Ein ZfT kann sowohl Aushandlungsprozesse durch neutrale Informationen unterstützen, wie z.B. die Erstellung von Evidencereports, als auch wichtige Serviceleistungen, wie den Aufbau eines Telemedizinregisters, Angebote von Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen, Beratungsleistungen oder die Übernahme eines Qualitätsmanagements für Telemedizin-Anbieter übernehmen. Diese Leistungen eines ZfT würden entsprechend mit einer Beteiligung an den Effizienzgewinnen honoriert. Ziel dieses Sofortprogramms des Landes Nordrhein-Westfalens im Rahmen des Aktionsprogramms Telemedizin ist es, die Akzeptanzgrundlage für eine telemedizinfreundliche Versorgungskultur zu verbessern. Die Erfahrungen einer telemedizinischen Modellregion sollen zeigen, dass Telemedizin wissenschaftlich evident und ökonomisch effektiv ist. In diesem Kontext konnte auch Herr Prof. Dr. Bertram Häussler, Geschäftsführer des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung GmbG (IGES), vielfältige innovative Finanzierungsmodelle für die Telemedizin aufzeigen, welche im Rahmen einer Modellregion geprüft werden könnten.
Klinische Telemedizin ist bereits online…
Sehr eindrücklich konnte Lothar Hoheisel, Geschäftsführer der ITZ Medicom, den Tagungsgästen mit der technischen Unterstützung von SanaSphere eine Livedemonstration klinischer Anwendungen bei Portalkliniken vorstellen. Ein großer Vorteil von Portalkliniken liegt darin, dass Patienten in ihrem wohnortnahen Krankenhaus der Grundversorgung stationär aufgenommen werden können und die fachübergreifende Portalklinik, welche über eine hohe Diagnosekompetenz verfügt, die Aufnahme des Patienten, Notfälle, ambulante, tagesklinische und kurzzeitstationäre Behandlungen durchführen kann. Dies ist nur über eine telemedizinische Vernetzung und die entsprechende technische Aufrüstung möglich. Portalklinik und Spezialkliniken sind über das Internet miteinander verbunden und können zeitnah miteinander kommunizieren. Besonders in der kardiologischen Notfallbehandlung hat sich gezeigt, dass durch die telemedizinische Vernetzung die Wartezeit bis zur lebensrettenden Therapiemaßnahme deutlich reduziert werden konnte. In diesem Bereich haben sich bereits zahlreiche kardiologische Netzwerke gebildet. Insgesamt sind die technischen Möglichkeiten derart ausgereift, dass auch Bildübertragungen eine optimale Befundung zulassen. Außerdem lassen sich die digitalen Daten sehr einfach in die klinikinternen EDV-Systeme (z.B. elektronische Patientenakten) übertragen. Grundsätzlich werden alle patientenbezogenen Daten über eine authentifizierte und verschlüsselte Verbindung übermittelt, so dass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Die Vorteile von Portalkliniken liegen also auf der Hand: Sie führen zu einer schnellen und optimalen Therapie, sparen Kosten, stärken das Image einer Klinik und binden natürlich Zuweiser.
„Die Akzeptanz der Telemedizin wird steigen.“
Diese These vertritt Heiner Vogelsang, Telematikbeauftragter der TK Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, in seinem Vortrag über die Erwartungen der Techniker Krankenkasse an telemedizinische Anwendungen in der Klinik. Trotz der aktuellen Herausforderungen für die Krankenkassen, wie die Einführung des Gesundheitsfonds und neuer Indikationen für Risikostrukturausgleiche sowie der problematischen Kostenverläufe im klinischen Versorgungssektor, ist die Notwendigkeit zum vernetzten Handeln immer dringlicher. Bisherige Erfahrungen mit telemedizinischen Anwendungen haben gezeigt, dass telematisch unterstützende Systeme die Versorgung der Patienten verbessern, ihre Lebensqualität erhöhen und Kosten durch vermiedene Krankenhausaufenthalte eingespart werden können. Besonders wichtig ist jedoch für die Kostenträger die Nachhaltigkeit eines Telemedizinprogramms, welche nur erhalten werden kann, wenn der Patient aktiv in den Behandlungsprozess einbezogen wird. Herr Vogelsang kann in Übereinstimmung zu den Ausführungen von Herrn Hoheisel feststellen, dass telemedizinische Anwendungen zukunftsweisende Geschäftsfelder für Krankenhäuser sind. Sie müssen jedoch von Ärzten und Patienten als Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsprozesse wahrgenommen werden können.
Ziel: Telemedizinische Vernetzung der Kliniken
Frank Dünnwald, Referat Patientenmanagement der Kliniken Essen-Mitte GmbH, sieht derzeit hohe organisatorische und technische Anforderungen auf Krankenhäuser zukommen, wenn telemedizinische Anwendungen umgesetzt werden sollen. Das Hauptproblem in der Umsetzung sieht Dünnwald jedoch eher in der Schwierigkeit Partner zu gewinnen, die Telemedizin wirklich wollen. Telemedizin ist aber auf Netzwerke angewiesen, um durch die Zusammenführung der unterschiedlichsten medizinischen Kompetenzen die beste Patientenversorgung anbieten zu können.
Unter den Tagungsteilnehmern herrscht Konsens darüber, dass eine sichere und optimale klinische Versorgung zukünftig ohne telemedizinische Anwendungen nicht mehr möglich sein wird. Damit dieser Weg zukünftig für die Kliniken möglich ist, muss das Aktionsprogramm Telemedizin NRW in zielstrebigen Schritten gegangen werden. Denn, darin sind sich alle Referenten in der Podiumsdiskussion einig: „Der Weg ist das Ziel!“ (chinesisches Sprichwort)
Kurzbericht Forum 1 Telekardiologie
Am Nachmittag wurden im Forum 1 Telekardiologie-Angebote für die Klinik vorgestellt. In seinem Vortrag „Organisationsfragen der klinischen Telemedizin“ gab Oberarzt PD Dr. Heinrich Körtke vom Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen einen umfassenden Überblick über das von ihm geleitete Institut für angewandte Telemedizin (IFAT) und die dortigen Angebote zur Telekardiologie.
Prof. Dr. med. Klaus Pethig vom Evangelischen Krankenhaus Hamm stellte in seinem Vortrag „Telemonitoring bei Herzinsuffizienz-Patienten über die Klinik“ u.a. die Möglichkeiten des PHTS Telemedizin-Programmes Zertiva® bei der Betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz vor. Sein persönliches Fazit ist, dass Telemedizin im Rahmen einer komplexen Herzinsuffizienzbetreuung praktikabel ist. Dennoch bedürfen die optimale Form der telemedizinischen Betreuung sowie die am meisten profitierenden Patienten-Kollektive der weiteren Untersuchung.
Dr. med. Carsten Stoepel vom Lukaskrankenhaus Neuss stellte in seinem Vortrag „Telemedizin bei der Nachsorge von Herzschrittmachern und Defibrillatoren (ICD)“ u.a. verschiedene Systeme der Firmen Biotronik, Medtronic sowie St. Jude Medical vor. Insbesondere die Möglichkeiten beim Homemonitoring wurden von ihm genauer dargelegt.
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10. Februar 2009
:: Haus der Ärzteschaft, Düsseldorf, Tersteegenstr.9, 40474 Düsseldorf
Sehr geehrte Damen und Herren,
telemedizinische Anwendungen werden als strategische Option für Krankenhäuser immer wichtiger. Doch ist der Markt, der sich Krankenhäusern heute bietet, schwer zu durchschauen. Das Konzept „Portalkliniken“ in Nordrhein-Westfalen das von der Landesregierung unterstützt wird, stellt einen Meilenstein in der Etablierung von Telemedizin in den Kliniken in NRW dar.
Wissenschaftlich haben viele Anwendungen ihren Nutzen bewiesen, auch das Einsparpotential für Kliniken konnte in Studien gezeigt werden.
Doch welche Anwendungen für welche Kliniken sinnvoll sind, insbesondere unter Berücksichtigung der Vergütung über Fallpauschalen, erschließt sich vielen Kliniken zur Zeit noch nicht.
Die Tagung der ZTG GmbH in Kooperation mit der KGNW soll Licht in die Disziplin „Telemedizin“ werfen und Krankenhäusern sowie Anbietern einen Einblick über Möglichkeiten und Geschäftsmodelle geben.
Mit freundlichen Grüßen
Richard Zimmer, Geschäftsführer KGNW
Teilnehmergebühren regulär: € 119.
Teilnehmergebühr für MItglieder der KGNW: € 79.
Teilnehmergebühr für Studenten:€ 79.
Rechnung: Nach Eingang der Anmeldung erhalten die Teilnehmer auf dem Postweg eine Rechnung unter Angabe der Bankverbindung.
Anmeldebestätigung: Nach Zahlungseingang erhalten Sie eine Anmeldebestätigung. Diese ist bei Veranstaltungsbeginn vorzulegen.
Stornierung: Die schriftliche Stornierung ist bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn kostenlos möglich, danach wird der gesamte Teilnahmebetrag erhoben. Bei Nichterscheinen oder Stornierung am Veranstaltungstag wird der gesamte Teilnahmebetrag fällig. Die Anmeldung kann jederzeit auf eine andere Person übertragen werden, die geänderten Daten sind dem Veranstalter rechtzeitig mitzuteilen.
Der Veranstalter behält sich vor, die Veranstaltung vor Veranstaltungsbeginn abzusagen. Gezahlte Gebühren werden in diesem Fall erstattet. Ein Schadensersatz bleibt aber ausgeschlossen.
Anfahrt (67KB)
Vom Flughafen Bahnhof, Düsseldorf:
Bus 729 Richtung: Theodor-Heuss-Brücke U, Düsseldorf
Der Bus fährt jeweils zu den Minuten 14, 34, 54: Also bspw. um ab: 9.14Uhr, an: 9.36 Uhr
Von der Haltestelle Theodor Heuss-Brücke können Sie das Haus der Ärzteschaft zu Fuß erreichen.
Vom Düsseldorf Hbf:
Die U-Bahnlinien U78 und U79 fahren bis zur U-Bahnstation Theodor-Heuss-Brücke. (Fahrtzeit ca. 10 Minuten)
Von der Haltestelle Theodor Heuss-Brücke können Sie das Haus der Ärzteschaft zu Fuß erreichen.
Für Autofahrer:
Dir Parksituation rund um das Haus der Ärzteschaft gestaltet sich schwierig.
Es empfiehlt sich eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sollten Sie dennoch mit dem PKW anreisen, planen Sie einen längeren Fußweg vom Auto zum Veranstaltungsort ein.